3. Challenge Clara & Seraphin

 

Hier gehts zur Auflösung der Challenge

Hallo ihr Lieben!

Wir sind inzwischen in Myanmar gelandet, einem unheimlich spannenden Land, das sich gerade in einem großen Umschwung befindet – das autoritäre Militärregime, das mehr als 50 Jahre an der Macht war, wurde vor zwei Monaten offiziell von den Demokraten abgelöst! Da es hier so viel Interessantes gibt, wollen wir euch das nicht vorenthalten und haben uns eine Challenge überlegt.

Lasst euch kurz von uns durch die Situation in diesem Land führen – hin zu unserer Challenge …

Vor der Öffnung Myanmars vor rund 10 Jahren waren die Burmanen völlig abgeschottet: Kein Internet, keine Handys (Sim-Karte kostete angeblich 15000 USD), nur lokale Fernsehsender und Produkte. Aus- und Einreise war sehr schwierig, die Einheimischen hatten keine Reisepässe und wurden – wenn sie viel Geld bezahlten und doch mal ausreisen konnten – bei der Rückkehr wie Spione behandelt, kurzzeitig im Gefängnis gehalten, vernommen. Die meisten hier sind aber ohnehin arme Bauern, auch heute noch, und hätten sich das nie leisten können. Touristen dürften keine ins Land. Die Einheimischen wussten also lange nicht, wie es außerhalb der eigenen Grenzen aussieht und waren dem Militärregime unterworfen. Das ging so weit, dass man ihnen vorschrieb, wie sie bei den Wahlen zu wählen hatten: „Das Kreuzerl hier ist falsch, du musst es dort machen.“ So hat es uns ein einheimischer Restaurantbesitzer erzählt …

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Vieles änderte sich (jetzt schon!) nach der Wahl vor rund 2 Monaten: Die demokratische Partei unter Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gewann und kam diesmal auch an die Macht. Einheimische erzählten uns freudig von dem Ereignis, einige hatten Plakate mit ihrem Gesicht aufgehängt. Andere zeigen sich verhalten, so als hätten sie ein wenig Angst, ihre Meinung zu laut auszusprechen. Doch einige Vorteile bekamen wir sofort zu Ohren: Restaurants bekommen jetzt Hilfe, ihre Gesundheitsstandards einzuhalten/ zu verbessern, Schulen werden verbessert, das Volk wird aufgefordert, korrupte Polizisten zu filmen und online zu melden. Einiges wird sich wohl verbessern.

Trotzdem ist das Volk nach vielen Jahren hinter geschlossenen Grenzen in einigen Bereichen unerfahren. Damit das Land und seine BürgerInnen nicht von lokalen und globalen Herausforderungen und Interessen überwältigt werden und den neu gewonnenen Handlungsspielraum gut nutzen können, bietet die NGO NEED Burma seit einigen Jahren „Capacity Building“ Programme an. Die Programme der einheimischen NGO haben einen Fokus auf Förderung von Know-How und Wissen u.a. in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, aber sind auch allgemein auf die Zivilgesellschaft bezogen:

„NEED educates, trains and empowers the next generation of Burmese civil society leaders in sustainable agriculture, environmental conservation and community-based economic development in order to protect the livelihood, interests, and human rights of all Burmese people.“

Und wie das funktioniert?

„Through the motivation and education of social change-makers within Burmese civil society, so that they may engage in sustainable development by putting critical thinking and theory into practice. Through the exploration of alternative development paths that takes into consideration the diverse ethnicities, religions, local knowledge and cultures of Burma.“

In 10-monatigen Programmen wird all das vermittelt. Nun zur Challenge …

CHALLENGE: MYANMAR
Wir haben die Gelegenheit, die NGO auf ihrer Eco Village Farm School zu besuchen und den Leiter der NGO zu interviewen und haben dazu eine Challenge, für die wir eure Hilfe brauchen: Zwei Via-Botschafter waren bereits einmal bei NEED Burma und haben ein Interview für euch zusammengeschnitten. Seht euch das doch einmal an:

Was ist euer Empfinden? Wie schätzt ihr die Lage ein? Der Besuch der NGO ist DIE Chance, unsere eigenen und eure Vorstellungen von der Situation im Land mit denen eines lokalen Experten zu vergleichen. Was sind daher Fragen, die euch für NEED Burma in den Sinn kommen? Uns brennen die folgenden Fragen zur Situation im Land und zu den Aktivitäten von NEED Burma unter den Nägeln und es wäre super, wenn ihr sie für uns recherchieren bzw. diskutieren könntet, damit wir sie vor dem Treffen mit NEED Burma haben:

  • Welche Bedeutung könnte der DSCN9037_optRegierungswechsel für die einheimischen Bauern haben? Wie könnten/werden sie profitieren?
  • Gibt es ein spezielles Projekt von NEED Burma, das auf diesen Wandel eingeht?
  • Können NGOs wie NEED Burma selbst von der neuen Regierung profitieren? Wenn ja, wie?
  • Seit der Öffnung dürfen auch ausländische Firmen und Investoren ins Land. Wie könnte sich das langfristig auf die Bevölkerung auswirken? Was bedeutet das überhaupt für ein Land?
  • Was muss passieren, damit das Geld, das so ins Land fließt, auch gerecht verteilt wird?
  • NEED hat zur schrittweisen Öffnung bereits 2014 ein Projekt gestartet. Was will man den Menschen damit und eventuellen weiteren Projekten vermitteln?
  • Warum ist eine starke Zivilgesellschaft gerade besonders wichtig in Myanmar?

Fallen euch noch andere Fragen ein, die wir Khaing Wan, dem Begründer der NGO vor Ort stellen sollen? Bitte schickt sie uns allerspätestens bis Freitag, dem 27.5, damit wir gut vorbereitet in das Gespräch gehen können! Per Email haben wir Khaing Wan nämlich schon angekündigt, dass wir nicht nur unsere Fragen, sondern auch Fragen von einer Schulklasse in Österreich mitbringen werden 😉

Wir sind auch gespannt auf eure Gruppen-Diskussionsergebnisse zu den Fragen oben – und lassen uns überraschen, in welcher Form ihr sie sammelt und sie uns zurückschickt (abfotografierte Poster/Flipcharts, Film auf Youtube, Audiomitschnitt etc..) Kommendes Wochenende werden wir dann die Antworten vor Ort für euch einzuholen. Es wird sicher spannend, unsere und eure Überlegungen mit den Einschätzungen des Experten zu vergleichen! 🙂

Also, wir freuen uns auf eure Antwort und schicken euch ganz liebe Grüße aus Yangon!
Clara & Sera

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HIER kannst du entdecken, wie die Challenge ausgegangen ist!

 

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