Mobilitäts Challenge

Titel der Challenge
Von Portland (Oregon) nach San Francisco (Kalifornien)!

Verwandte Themenbereich(e)
Mobilität, Klima, Gesundheit

Einleitung
Die Art und Weise wie jede/r Einzelne von uns von Punkt A nach Punkt B reist hat eine Auswirkung auf unsere natürliche Umwelt, unsere Gesundheit und unser soziales Umfeld. Wie wir uns fortbewegen hat z.B. einen Einfluss auf den Verkehr (z.B. Stau), wie schnell wir am Ziel ankommen, auf die Lärmbelästigung oder auf den Ausstoß von Treibhausgasen, die sich auf unser Klima und unsere Gesundheit auswirken. Darüber hinaus haben die von uns ausgewählten Transportmittel auch direkte Folgen für unsere Geldbeutel. Die Frage ist also, wie diese ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen der unterschiedlichen Fortbewegungsmittel abgewogen werden sollen, damit wir die Option auswählen, die am besten für die Gesellschaft, für die Umwelt, aber auch für uns Reisende ist? Um diese Challenge zu meistern, brauchen wir eure Hilfe. Wie sollen wir uns fotbewegen, so dass wir möglichst die alle drei Dimensionen (bzw. Säulen im Video unten) der Nachhaltigkeit berücksichtigen!

Bevor ihr loslegt, hier noch ein kurzer Videoclip zu Nachhaltigkeit:

Challenge
Nachdem Matt und Valentina der amerikanischen Partnerklasse an der Harrison Preparatory Academy in Lakewood (WA) heute (am 26. September) das Projekt vorgestellt haben, starten sie offiziell ihre Nachhaltigkeits Weltreise. Und zwar nicht irgendwie, sondern mit dem Fahrrad von Lakewood über Olympia (Washington State) nach Portland (Oregon), eine Distanz von etwa 130 Kilometern oder 210 Meilen!

Wie soll es nun bei der 2. Etappe weitergehen? Diese wird Matt und Valentina von Portland nach San Francisco (Kalifornien) bringen. Dabei müssen sie eine Distanz von etwa 1.125 km (oder 700 Meilen) überwinden.

Hier die drei Optionen

Valentina_Greyhound_optMatt_Rad_opt        Amtrak_Valentina_opt

 

a) mit dem Bus                       b) mit dem Zug                      c) mit dem Fahrrad

Wer schafft es Matt und Valentina davon zu überzeugen, eine der drei Möglichkeiten auszuwählen? Wer will und gute Argumente findet, der kann auch einen Mobilitäts-Mix vorschlagen (also 2 oder 3 Optionen (a, b und c) kombinieren).

Es hängt alles davon ab, was ihr vorschlagt! Mit euren MitschülerInnen, alleine, mit euren LehrerInnen in Gruppen oder zusammen mit den anderen Partnerschulen wählt ihr das Fortbewegungsmittel aus, mit dem Valentina und Matt die Distanz hinter sich bringen sollten.

Beim Argumentieren und Überzeugen vergesst nicht, die drei Säulen der Nachhaltigkeit zu Berücksichtigen, nämlich die ökologische, die soziale und die ökonomische Säulen.

Erinnerung: Je mehr ihr miteinander zusammenarbeitet, desto besser stehen die Chancen, dass Matt und Valentina sich für eure Auswahl entscheiden!

Was man bei der Auswahl zum Beispiel berücksichtigen kann

  • Treibhausgase und Energie/Brennstoff (z.B. Benzin, Diesel, Strom, Kalorien, …)
  • Finanzielle Kosten (z.B. Fahrkarten, mögliche Reparaturen, Essen, Unterkunft für die Dauer der Reise …)
  • Soziale Vor- und Nachteile (z.B. das Kennenlernen von neuen und interessanten Menschen auf dem Weg, die Fähigkeit zu spontanen Umwegen und Entscheidungen, …)
  • Kulturelle Möglichkeiten (z.B. Gibt es etwas auf dem Weg, das sie sich anschauen sollten? Wie können sie solche Möglichkeiten am besten einbinden?)

Jenseits der Fragen bezüglich Nachhaltigkeit solltet ihr euch auch Gedanken darüber machen, wie weitere externe Faktoren eine wichtige Rolle spielen könnten. Zum Beispiel: Wie viel Gepäck werden sie dabei haben? Wie wird das Wetter sein? Gibt es Sicherheitsgründe, die gegen oder für eine Option sprechen würden? Wie knapp ist ihr Zeitplan?

Nützliche Informationen und Links

Solltet ihr irgendwelche Fragen an Matt und Valentina haben, könnt ihr sie hier posten (siehe unten) oder uns einfach eine Email senden! Wir freuen uns darauf, von euch zurückzuhören und auf die Reise von Portland nach San Francisco!

Valentina und Matt

P.S.: Ihr könnt uns auch auf Twitter verfolgen: @Forum_ViA!

HIER DAS AUFLÖSUNGSVIDEO:

Challenge 1: Von Portland (Oregon) nach San Francisco (Kalifornien)!

Die Aufregung auf unserer Seite war groß letzte Woche, als wir auf eure Rückmeldungen zur ersten Challenge gewartet haben…. WAS WERDEN SIE ENTSCHEIDEN?

Und … wir waren überrascht: Keiner wollte uns das Radl nochmal antun 😉 – Zumindest nicht für die ganze lange Strecke von Portland nach San Francisco! Die Amerikanische Schulklasse hat zwar in einer Gruppendiskussion anscheinend kurz eine Wanderung zu Fuß in Erwägung gezogen (ihr Argument: ökologischer geht’s nicht), aber das war ja 1. keine Option und 2. sind sie bei der Recherche drauf gekommen, dass wir damit fast ein Monat länger im Gegensatz zu den anderen drei Optionen unterwegs wären. Wir haben zwar keinen wahnsinnigen Stress, aber dadurch, dass wir im Mai spätestens ein Frachtschiff von Argentinien nach Afrika nehmen wollen (bevor der Winter über Südargentinien hereinbricht – Achtung verkehrte Jahreszeit!), dürfen wir uns auch nicht zu viel verzetteln in den USA.. wir haben schließlich noch den ganzen Südamerikanischen Teil des Kontinents vor uns!

Aber jetzt zu unserer Auswahl eurer „Einsendungen“:
Wir nehmen …… tataaaa…. eine Mischung aus Rad und Zug!

go by train_optDas hat nicht nur die Mehrheit von euch empfohlen, sondern ihr habt auch einige gute Argumente gefunden, warum es nachhaltig ist.

Eure besten Argumente:

  • Sozial: Vom Wetter geschützt (Retz, Wien, Lakewood), Man trifft mehr interessante Leute (Café und Buffet Car) (Wien und Retz), man kann aufstehen und herumgehen, gemütlicher (Wien, Lakewood), Zug ist leiser (Retz) (größtenteils außerhalb von Städten), langfristig Kräfte/Zeit einteilen (Retz)
  • Ökonomisch: Nur Ticket für Sitzplatz ist bei Bus und Zug ca. gleich teuer (ihr habt sehr unterschiedliche Preise für Züge und Busse rausgefunden). Aber Fahrradmitnahme ist bei Zug einfacher und viel billiger (gute Recherche Wien und Retz!). Wir haben Glück gehabt und sogar Zugtickets für 86$ pro Person (das heißt nur 63 EUR) bekommen*. Mehr Gratis Gepäckmitnahme im Zug als im Bus (Lakewood), Übernachtung ist im Nachtzug inkludiert im Gegensatz zum Fahrrad (Wien) und zudem etwas bequemer (hoffentlich) im Gegensatz zum engen, heißen Bus (Wien), Zug ist schnellste Option (Wien)
  • Ökologisch: Bus und Bahn (im Gegensatz zu Auto und Flugzeug) haben beide ziemlich niedrigen CO2 Ausstoß (Bus eigtl. ein bissl besser (gute Recherche Wien und Lakewood!), weil wenn man die Energie für den Straßenbau mit einberechnet, dieser sich auf mehr Nutzer der Straße verteilt. Dafür kann es beim Bus aber auch Staus (vermehrt CO2) geben (Retz). Um CO2 einzusparen und etwas „Workout“ zu bekommen, werden wir den Transfer zum/vom Bahnhof immerhin mit dem Fahrrad machen (ca. 1h innerhalb Portland und ca. 1h von Oakland nach San Francisco) – Danke für den Rat HTL Wien!

Route: Insgesamt wird unsere Route also in etwa so aussehen, wie das eine Gruppe aus der HTL Wien (wir konnten die Namen nicht lesen) auf einem Flipchart aufgezeichnet hat: flipchart_portland_sanfran

Dadurch dass ihr letztendlich alle (!) am Ende für Bus oder Bahn als Haupttransportmittel gevotet habt, zeigt, dass ihr unsere Fitness auch ziemlich gut eingeschätzt habt (besser als wir). Denn es macht zwar ur-viel Spaß mit dem Fahrrad zu fahren, man ist ziemlich unabhängig und wenn man Glück hat, gibt es streckenweise auch schöne, ruhige Radlwege, aber nach 3 oder 4 Stunden radeln am Stück, lässt unsere Kraft momentan schon ziemlich nach und wir spüren bestimmte Körperteile nicht mehr..  Ein bisschen unheimlich wird Fahrradfahren in den USA auch, wenn man plötzlich keine andere Wahl hat, als auf der Autobahn zu fahren, was hier streckenweise erlaubt ist! Arg! Aber wir haben es überlebt ;-))

Wir sind schon gespannt, wie die 18 Stunden im Zug mit Sitzplatz sein werden (den Liegewagen können wir uns nicht leisten, wenn wir in unserem Budgetrahmen bleiben wollen), aber wir werden es für euch mitdokumentieren und mit einem Video (siehe oben) wissen lassen, wie euer Plan aufgeht!!!

Danke nochmal für eure Rückmeldungen! Das ist echt cool und ur-motivierend eure Entscheidungen zu bekommen!

LG,
Valentina und Matt

* Geld: Wir haben ca. 20 EUR pro Person und Tag eingeplant. An manchen Tagen (Reisetagen) werden wir sicher drüber kommen. An anderen z.B. wenn wir bei Freunden oder am Campingplatz schlafen und keine Reisetransportkosten entstehen, werden wir weit drunter bleiben. So sollte es sich hoffentlich ausgleichen.

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